Früher dachte ich, 5000€ auf dem Konto sparen, schaffen nur andere
- Rabea

- vor 3 Tagen
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Ich weiß noch genau, wie sich das angefühlt hat. Jemand erzählt, dass er 5000€ gespart hat. Oder 10.000€. Und ich dachte immer nur: Krass. Ich hab mich dann gefragt, wie andere das machen. Verdienen die einfach mehr? Oder können die einfach besser mit Geld umgehen?
Ich hatte nie das Gefühl, komplett verschwenderisch zu sein. Ich hab mir auch nicht jeden Tag irgendwelchen Quatsch gekauft. Trotzdem war am Monatsende irgendwie nie besonders viel übrig. Und irgendwann hab ich gecheckt: Ich hatte nie ein richtiges Ziel.
Ich war gar nicht schlecht mit Geld. Ich war schlecht mit Geld ohne Ziel.
Das ist so ein Satz, der mir erst viel später bewusst geworden ist. Ich hab mein Gehalt bekommen, Fixkosten bezahlt und gehofft, dass am Monatsende noch irgendwas übrig bleibt. Mal waren es 100 Euro, mal 50 und manchmal eben gar nichts.
Ich wusste nie, worauf ich eigentlich spare. Ich hatte keinen Betrag im Kopf und auch keinen Zeitpunkt. Ich hab einfach gedacht: Wenn was übrig bleibt, leg ich’s zur Seite.
Im Nachhinein war das wahrscheinlich mein größter Fehler.
Mein erstes Ziel waren 5000€ sparen.
Nicht 20.000 Euro. Nicht Vermögensaufbau. Nicht finanzielle Freiheit. Ich wollte einfach dieses Gefühl haben, dass mich eine kaputte Waschmaschine oder eine Autoreparatur nicht sofort komplett aus der Bahn wirft.
5000€ haben sich für mich damals nach Sicherheit angefühlt.
Also hab ich angefangen, jeden Monat einen festen Betrag wegzulegen. Nicht riesig. Aber jeden Monat. Direkt nachdem mein Gehalt da war und nicht erst am Ende des Monats. Und ehrlich gesagt war das irgendwie viel einfacher, als ich vorher immer gedacht hatte.
Natürlich lief das nicht jeden Monat perfekt.
Mal kam eine größere Rechnung. Mal war Urlaub. Mal musste das Auto in die Werkstatt.
Dann hat es eben einen Monat länger gedauert. Früher hätte ich wahrscheinlich gesagt: „Ach komm, dann bringt das jetzt sowieso nichts mehr.“
Diesmal hab ich einfach weitergemacht. Hatte einfach kein Bock mehr immer wieder an dem sleben Punkt rauszukommen! Und genau das hat am Ende den Unterschied gemacht.
Als die 5000€ dann wirklich auf dem Konto waren …
… war das Schönste ehrlich gesagt gar nicht die Zahl. Es war dieses Gefühl. Leute, ich hab zum ersten Mal gedacht: „Okay, ich kann das ja doch.“
Vorher hatte ich immer das Gefühl, andere wären einfach besser mit Geld als ich. Dabei hatte ich mir vorher nie ein richtiges Ziel gesetzt. Das war am Ende eigentlich der ganze Unterschied. So simple.
Rückblickend hätte ich viel früher anfangen sollen.
Nicht früher zu sparen. Sondern früher überhaupt einmal auszurechnen, wo ich finanziell gerade stehe. Ich hab früher so vieles einfach überschlagen. Ich wusste ungefähr, was reinkommt und ungefähr, was rausgeht. Aber dieses „ungefähr“ bringt einen am Ende auch nicht weiter.
Genau deshalb gibt es heute meinen kostenlosen Geldrechner. Den hätte ich früher ehrlich gesagt selbst gut gebrauchen können. Du trägst einmal deine Einnahmen und Ausgaben ein und siehst direkt, wie viel Geld dir nach allen Fixkosten wirklich bleibt und wie hoch deine mögliche Sparrate wäre.
Falls du das auch mal ausprobieren möchtest: Ich verlinke ihn dir hier. Er ist komplett kostenlos.
Und irgendwann wollte ich noch mehr Überblick.
Als die ersten 5000€ geschafft waren, ging es mir gar nicht mehr nur ums Sparen. Ich wollte wissen, wohin mein Geld jeden Monat eigentlich genau geht. Welche Rücklagen ich brauche. Welche Fixkosten wirklich anfallen. Und dass ich nicht jedes Mal im Kopf anfangen muss zu rechnen.
So bin ich irgendwann bei der Umschlagmethode gelandet. Erst ganz klassisch mit Bargeld und später komplett digital in Notion. Darüber hab ich übrigens schon einen eigenen Blogartikel geschrieben. Und weil ich mir über die Jahre mein eigenes System aufgebaut habe, gibt es das inzwischen auch als fertige Vorlage für alle, die sich das nicht selbst zusammenbauen möchten. → Zur Vorlage
Wenn ich heute an die Zeit zurückdenke …
… dann würde ich meinem früheren Ich wahrscheinlich nur eins sagen:
Setz dir ein konkretes Ziel.
Nicht irgendwann.
Nicht „ich möchte mal sparen“.
Sondern einen Betrag, bei dem du sagst: „Wenn ich den erreicht habe, fühlt sich das für mich nach Sicherheit an.“
Für mich waren das damals 5.000€. Und genau mit diesem einen Ziel hat eigentlich alles angefangen. 🤞🏼



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