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Die unsichtbare Erwachsenen-To-do-Liste, über die irgendwie niemand spricht

  • Autorenbild: Rabea
    Rabea
  • vor 5 Tagen
  • 3 Min. Lesezeit

Je älter ich werde, desto mehr verstehe ich eigentlich meine Eltern früher.

Ich kann mich noch genau daran erinnern, wie oft sie gesagt haben:

„Wir müssen noch dies machen.“

„Wir müssen noch daran denken.“

„Das müssen wir auch noch erledigen.“


Und heute denke ich mir manchmal: Ach krass. Genau DAS meinten sie. Denn irgendwann besteht Erwachsensein gefühlt plötzlich aus tausend kleinen Dingen, die dauerhaft irgendwo im Kopf mitlaufen. Nicht mal unbedingt riesige Probleme. Sondern eher diese ganzen offenen Tabs im Hintergrund. 🧠


  • Der TÜV-Termin

  • Der Zahnarzttermin

  • Die Versicherung

  • Die Gartenarbeit 🌿

  • Der Papierkram

  • Die Dinge im Haushalt

  • Die Sachen, die man endlich mal aussortieren wollte

  • Die Baustelle, die noch nicht fertig ist 🔨

  • Die Einkaufsliste im Kopf


Und irgendwie läuft das alles permanent nebenbei mit.


Frau mit blonden Haaren macht ein Selfie im Spiegel, trägt eine Jeansjacke. Auf dem Boden eine Tasche mit Blumen und Geschenk.


1. Die Aufgaben selbst stressen mich oft gar nicht am meisten


Ich glaube, was mich lange viel mehr belastet hat, war dieses ständige Gefühl, an alles gleichzeitig denken zu müssen. Dieses permanente mentale Mitlaufen. Vor allem, wenn man gleichzeitig versucht: zu arbeiten, sein Zuhause schön zu machen, Beziehungen zu pflegen, eigene Projekte umzusetzen und irgendwie mental trotzdem hinterherzukommen.


Ich liebe mein Zuhause wirklich sehr. Ich liebe Projekte. Ich liebe es, Dinge schöner zu machen oder Ideen umzusetzen. 🤍 Aber ich liebe nicht dieses Gefühl, dauerhaft alles gleichzeitig im Kopf behalten zu müssen.


Und genau daraus entsteht bei mir ganz schnell dieses „Ich muss noch…“-Gefühl und eine To-Do-Liste die endlos erscheint.



2. Mein Kopf funktioniert einfach nicht gut mit zu vielen offenen Tabs


Mein Gehirn ist gefühlt dauerhaft kreativ unterwegs. 💭 Ich habe ständig neue Gedanken, Ideen, Projekte oder Dinge, die mich interessieren. Und genau deshalb merke ich mittlerweile immer mehr: Ich bin einfach kein Mensch, der sich alles merken kann und ehrlich gesagt auch gar nicht merken will.


Weil mich genau das mental extrem stresst. Nicht die Aufgabe selbst. Sondern dieses Gefühl, dass alles gleichzeitig irgendwo im Kopf offen ist. Ich glaube, viele unterschätzen, wie anstrengend mentale Last eigentlich sein kann.



3. Lange dachte ich, ich müsste einfach organisierter werden


Ich dachte oft, ich müsste einfach disziplinierter sein. Strukturierter. Produktiver. Endlich „mein Leben im Griff haben“. Aber irgendwann habe ich verstanden, dass mein eigentliches Problem gar nicht Faulheit oder fehlende Disziplin war.


Mein Kopf hat einfach versucht, dauerhaft alles gleichzeitig festzuhalten. Und genau das hat mich mental viel mehr erschöpft als die eigentlichen Aufgaben selbst.




4. Deshalb haben Systeme für mich irgendwann alles verändert


Nicht, weil ich plötzlich die perfekt organisierte Person werden wollte. Sondern weil ich irgendwann gemerkt habe, wie entlastend es ist, Dinge aus dem Kopf rauszubekommen. ✨


Gedanken festzuhalten.

To-dos sichtbar zu machen.

Nicht ständig Angst zu haben, irgendetwas zu vergessen.


Natürlich halte ich mich nicht jeden Tag perfekt an meine Systeme. Natürlich gibt es trotzdem Chaos. Natürlich schiebe ich auch Dinge auf. Aber diese mentale Last ist trotzdem so viel kleiner geworden. Und genau DAS ist für mich eigentlich der größte Unterschied.



5. Vielleicht spricht nur niemand wirklich darüber


Ich glaube ehrlich, viele fühlen sich manchmal heimlich überfordert von all diesen kleinen Dingen, über die kaum jemand spricht. Weil Erwachsensein von außen oft ziemlich leicht aussieht. Aber in Wirklichkeit laufen permanent irgendwelche Dinge im Hintergrund mit.


Und manchmal ist es gar nicht die einzelne Aufgabe, die stresst. Sondern dieses Gefühl, ständig an alles denken zu müssen.


Vielleicht ist genau das auch der Grund, warum ich heute vieles anders angehe als früher. Nicht kontrollierter, sondern irgendwie bewusster. Ich versuche nicht mehr, alles gleichzeitig im Kopf festzuhalten. Und ehrlich? Allein das hat für mich schon unglaublich viel verändert.


Vielleicht hätte ich genau DAS früher gebraucht: Nicht noch mehr Selbstoptimierung.

Sondern einfach nur das Gefühl, mit diesem mentalen Chaos nicht allein zu sein. 🤍

2 Kommentare


Christin
vor 5 Tagen

Unglaublich, wie gesehen ich mich beim Lesen gefühlt habe... Ich freue mich jetzt schon sooo unglaublich auf dein neues Dashboard.

Das kann nur Mind-blowing und Lebenserleichternd a.f. werden 🤩💫🚀🧡

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Rabea
Rabea
vor 4 Tagen
Antwort an

Aaah genau das ist mein Ziel 🥹🧡 dass man sich nicht mehr von allem gleichzeitig erschlagen fühlt, sondern endlich mal das Gefühl hat: okay, ich hab mein Leben wieder im Griff 😭🚀 danke für deine lieben Worte

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