Mähkante um den Baum selbst machen — einfache DIY Anleitung
- Rabea

- vor 22 Stunden
- 3 Min. Lesezeit
(und warum sie nach 3 Jahren noch perfekt aussieht)
Irgendwann hatte ich einfach keine Lust mehr. Keinen Rasen der bis direkt an den Baumstamm wächst, kein Rasenmäher-Gefummel in unmöglichen Winkeln und dieses ewige Nachschneiden mit der Schere. Also hab ich eine Mähkante aus Granitsteinen gemacht. Es war wirklich nur ein Nachmittag Arbeit. Und ehrlich: Das war wahrscheinlich eins der Garten-DIYs, die sich am meisten gelohnt haben. Kein Fachbetrieb, kein großes Budget, kein Vorwissen nötig.
Hier zeige ich dir wie ich's gemacht habe.
Das brauchst du
Material: Granitsteine 10x10 cm (ich hab sie im Natursteinzentrum geholt)
Spielsand
Fugenmörtel: Dansand Kerama (gibt's im Bauhaus)
Rindenmulch
Hornspäne
Werkzeug: Spaten Gummihammer Bürste Gartenschlauch
Das war's wirklich. Nichts Besonderes, nichts was man sich extra besorgen müsste.
Schritt für Schritt: So geht's
1. Kreis abstechen
Zuerst die Steine einmal trocken im Kreis um den Baum auslegen. Einfach hinlegen, schauen ob's passt. So brauchst du nichts abzumessen und nichts zu schneiden, und du siehst sofort wie's aussehen wird.
Dann mit dem Spaten die Grasnarbe kreisförmig abstechen. Tief genug, damit die Steine nachher leicht unter der Grasnarbe liegen. Dazu gleich mehr.
2. Sand einbringen
Spielsand in den ausgehobenen Bereich einstreuen und gleichmäßig verteilen. Der Sand ist quasi das Bett für die Steine, du kannst die Höhe so noch super leicht anpassen bevor alles sitzt.

3. Steine setzen und klopfen
Steine einzeln in den Sand setzen und mit dem Gummihammer festklopfen.
Hier kommt der entscheidende Trick: Die Oberkante der Steine bleibt leicht unter der Grasnarbe. Das klingt erstmal komisch, macht aber total Sinn. So kann der Rasenmäher direkt drüberrollen. Du mähst in einem Zug, ohne abzusetzen, ohne nachzuschneiden. Einfach sauber.
4. Fugen mit Sand auffüllen und einschlämmen
Wenn alle Steine sitzen, Spielsand in die Fugen streuen und mit einer Bürste einarbeiten. Danach mit dem Schlauch vorsichtig wässern. Das drückt den Sand in die Fugen und setzt alles fest.
5. Fugenmörtel einbringen und nochmal wässern
Jetzt kommt der Schritt, der wirklich den Unterschied macht: Dansand Fugenmörtel in die Fugen einbürsten und noch einmal vorsichtig wässern.
Der Mörtel bindet leicht ab und danach wächst kaum noch was in den Fugen. Ich glaub das ist auch der Hauptgrund warum die Kante nach drei Jahren noch so aussieht wie am ersten Tag. Ich zupfe vielleicht einmal pro Jahr ein bisschen was raus, das war's.
6. Hornspäne und Rindenmulch
In den Innenbereich um den Baum zuerst eine Prise Hornspäne auf die Erde. Das ist ein natürlicher Langzeitdünger für den Baum. Dann Rindenmulch drüber verteilen.
Sieht gut aus, hält die Feuchtigkeit im Boden und Unkraut hat dadurch kaum eine Chance.

Das Ergebnis der Mähkante
Einen Nachmittag Arbeit. Mehr war's nicht.
Und ehrlich: Seitdem fahr ich einfach mit dem Rasenmäher drüber und fertig. Kein Absetzen, kein Nachschneiden, kein Gefummel. Eins der Dinge im Garten, wo ich mir danach gedacht hab: warum hab ich das nicht früher gemacht.
Die Fragen, die ich immer wieder bekomme
Wie hast du gewusst wie groß der Kreis wird? Hast du die Steine geschnitten?
Nein, überhaupt nicht. Ich hab die Steine vorher einmal locker im Kreis ausgelegt und geschaut ob's passt. Durch die kleine Größe (10x10 cm) und die Fugen zwischen den Steinen ergibt sich die runde Form ganz natürlich. Kein Schneiden, kein Anpassen.
Wie funktioniert das mit dem Fugenmörtel, wenn die Fuge vorher schon mit Sand gefüllt ist?
Erst Sand einbringen und wässern. Das setzt die Steine und füllt grob ab. Danach den Fugenmörtel drüber einbürsten und nochmal wässern. Der Mörtel dringt in den verbliebenen Hohlraum ein und bindet dort ab. So hat die Fuge unten einen stabilen Sandunterbau und oben eine feste Schicht durch die kaum was wächst.
Muss die Kante nicht über der Grasnarbe sein?
Das wird gerne diskutiert. Klassisch heißt es: Kante leicht über der Grasnarbe, damit der Rasen nicht drüberwächst. Ich hab's bewusst andersrum gemacht, weil ich so mit dem Rasenmäher direkt drüberrollen kann ohne abzusetzen. Gibt keine Vorschriften dafür und bei mir funktioniert's seit drei Jahren super.
Wächst da viel Rasen in die Fugen rein?
Durch den Fugenmörtel erstaunlich wenig. Ich zupfe vielleicht einmal im Jahr ein bisschen was raus. Das Projekt ist mittlerweile drei Jahre alt und sieht noch genauso aus wie am ersten Tag.
Kurz zusammengefasst
Material: Granitsteine 10x10 cm, Spielsand, Dansand Fugenmörtel, Rindenmulch, Hornspäne
Werkzeug: Spaten, Gummihammer, Bürste, Schlauch
Dauer: Ein Nachmittag Hält seit: 3 Jahren Pflege: Ca. 1x pro Jahr Fugen kurz kontrollieren
Ich bin wirklich kein Gartenprofi und hab das komplett als Laie gemacht. Wenn ich's hinbekommen hab, bekommst du's auch hin.
Viel Freude beim Nachbauen. 🌱























Kommentare