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IKEA METOD HACK unter der Dachschräge: So habe ich meinen Einbauschrank selbst gebaut

  • Autorenbild: Rabea
    Rabea
  • 6. Aug.
  • 7 Min. Lesezeit

Zu diesem Schrank habe ich wahrscheinlich mehr Nachrichten bekommen als zu jedem anderen DIY. Vor allem eine Frage kam immer wieder: „Wie hast du den unter der Dachschräge gebaut?” Deshalb gibt’s hier jetzt einmal die komplette Anleitung.

Info: Dieser Beitrag enthält Werbelinks



Vorweg: Ich bin keine Tischlerin. Und sobald es um Winkel oder irgendwelche Berechnungen geht, macht mein Gehirn sowieso komplett dicht. 😅 Ich habe den Schrank also nicht nach irgendeinem perfekten Bauplan gebaut, sondern mir einfach Schritt für Schritt überlegt, wie ich den Platz am besten nutzen kann. Und genau das möchte ich euch hier zeigen.


Der Schrank ist komplett aus IKEA-Möbeln entstanden und hat mich für die IKEA-Materialien insgesamt 377 € gekostet. Ich habe ungefähr drei Tage daran gebaut. Komplett alleine. Und ja… ich musste zwischendurch nochmal zu IKEA fahren, weil ich mich beim Zuschneiden einer Front verschnitten hatte. Gehört wohl auch dazu. 🙃

Trotzdem würde ich das Projekt jederzeit wieder machen. Der Stauraum ist einfach Gold wert und optisch sieht es für mich aus wie ein richtiger Einbauschrank.


Warum ich überhaupt einen Schrank gebaut habe

Das WC im Dachgeschoss war eigentlich völlig in Ordnung. Das Problem war nur der Platz unter der Schräge. Da stand vorher nichts Sinnvolles. Und jedes Mal dachte ich mir: Eigentlich wird hier unglaublich viel Stauraum verschenkt.


Fertige Schränke haben entweder von den Maßen nicht gepasst oder waren einfach viel zu teuer. Also habe ich überlegt, wie ich das selbst lösen könnte.

Da ich IKEA Fan bin bin ich relativ zügig bei den IKEA METOD Wandschränken gelandet. Die sind günstiger als die Unterschränke, haben trotzdem eine angenehme Tiefe und eignen sich perfekt als Grundgerüst.


Das habe ich verwendet

Für den Schrank habe ich folgende Materialien verwendet:


IKEA

  • METOD Wandschränke

  • HAVSTORP Fronten in Beige

  • eine weitere HAVSTORP Front als Arbeitsplatte

  • Deckseiten für die Rückwand und die Seitenblenden

  • Scharniere

  • Einlegeböden


Außerdem

  • Konstruktionsholz für die beiden Untergestelle

  • Schrauben

  • LED-Beleuchtung

  • Acryl


Diese Werkzeuge habe ich benutzt

Falls ihr den Schrank nachbauen möchtet, braucht ihr kein Profi-Werkzeug.

Ich habe verwendet:

  • Handkreissäge (alternativ geht auch eine Stichsäge)

  • Akkuschrauber

  • Wasserwaage

  • Winkelmesser

  • Scharnierbohrer

  • Zollstock

  • Bleistift

Den Winkelmesser würde ich mir auf jeden Fall wieder kaufen. Der hat das Zuschneiden der Fronten deutlich einfacher gemacht.


Ich hab dir alles an Werkzeug was ich verwendet habe hier nochmal verlinkt.



Was mich der IKEA METOD HACK Schrank gekostet hat

Die IKEA-Materialien haben mich insgesamt 377 € gekostet. Natürlich kommen je nach Werkzeug oder Holz noch Kleinigkeiten dazu. Trotzdem finde ich den Preis absolut fair. Gerade wenn man bedenkt, was maßgefertigte Einbauschränke kosten, war das für mich die deutlich günstigere Lösung. Und das Beste ist eigentlich, dass der Schrank den Platz bis unter die Decke nutzt.


Bevor ich angefangen habe

Ich glaube, das war die Frage Nummer zwei nach der Dachschräge.

„Hast du vorher einen Plan gezeichnet?” Die Antwort ist: Jein. 😅

Ich wusste ungefähr, wie der Schrank aussehen soll. Den Rest habe ich während des Bauens entschieden. Ich bin nicht der Typ, der vorher alles millimetergenau plant. Ich brauche meistens eine grobe Idee und arbeite mich dann Schritt für Schritt vor.

Gerade bei DIY-Projekten funktioniert das für mich am besten.


Hand hält Notizbuch mit blauen Maßskizzen und Zahlen; helle Tischfläche im Hintergrund.


So habe ich den Schrank gebaut


1. Das Untergestell

Als Erstes habe ich mir aus Konstruktionsholz ein Untergestell gebaut. Die METOD-Wandschränke sind eigentlich nicht dafür gedacht, einfach direkt auf dem Boden zu stehen. Mein Stiefpapa hatte dann die geniale Idee statt sie an der Wand zu montieren wie unten auf ein Gestellt zu plazieren. Das Gestell besteht einfach aus Konstruktionsholz und wurde genau auf die Größe der Schränke angepasst. Darauf habe ich anschließend die unteren Schränke gestellt.




2. Die unteren Schränke ausrichten

Danach habe ich die Korpusse auf dem Holzrahmen ausgerichtet. Ich habe immer wieder mit der Wasserwaage kontrolliert, dass alles gerade steht. Anschließend wurden die Schränke miteinander verschraubt. Das sorgt später dafür, dass alles wie ein einziger großer Schrank wirkt und nichts verrutschen kann. Achtet unbedingt darauf das eure Gestell kürzer ist als der Schrank tief. Dadurch hab ihr später den nach hinten versetzten Sockel.




3. Das obere Gestell

Jetzt kam der Teil, bei den ich vorher am längsten überlegt hatte. Ich wollte den Platz bis unter die Decke nutzen. Also habe ich noch einmal einen Holzrahmen gebaut.


Dieses Mal allerdings nicht für den Boden, sondern ich habe ihn direkt an der Wand befestigt. Darauf stehen später die oberen METOD-Korpusse. Auch diese habe ich wieder miteinander verschraubt. Am Ende hat man also unten einen Holzrahmen und oben einen zweiten Holzrahmen, auf dem die Schränke stehen. Das war für mich die einfachste Lösung und gleichzeitig richtig stabil.



4. Jetzt wurde es spannend

Bis hier war eigentlich alles noch relativ entspannt. Ab jetzt ging es an die Dachschräge.

Und ich glaube, genau davor haben die meisten Respekt. Ich übrigens auch. 😄

Denn sobald irgendwo Winkel ins Spiel kommen, bin ich raus. Deshalb habe ich mir einen Winkelmesser besorgt. Und ich kann euch wirklich empfehlen, das genauso zu machen. Spart da nicht am fasche Ende! 😅



5. So habe ich die Schräge übertragen

Ich habe den Winkelmesser einfach an den Schrank gehalten. Dann so lange verschoben, bis er genau an der Dachschräge anlag. Anschließend habe ich den Winkel fixiert. Damit konnte ich den Winkel direkt auf die Front übertragen. Ganz ohne irgendwelche Berechnungen. Das war tatsächlich deutlich einfacher, als ich vorher gedacht hatte.


Falls ihr euch das gerade nicht vorstellen könnt: Ich habe dazu auch noch ein Reel aufgenommen. Da sieht man den Ablauf deutlich besser.




6. Die Fronten zuschneiden

Danach ging es ans Zuschneiden. Dafür habe ich eine normale Handkreissäge verwendet. Ein kleiner Tipp, der mir wirklich geholfen hat: Ich habe die Fronten mit der Innenseite nach oben gesägt. Dadurch wird die sichtbare Seite deutlich sauberer und die Schnittkante schöner. Oder ihr klebt euch Krepband drüber damit nichts ausfranst.


Und ja… Ich wäre gerne die Person, die euch jetzt erzählt, dass alles sofort perfekt geklappt hat. Hat es nicht. 😄 Ich habe mich bei einer Front komplett verschnitten. Also ging’s nochmal zu IKEA. Also lieber zweimal messen, oder 8 Mal!




7. Die Scharniere

Die nächste Frage war: “Wie hast du denn die Scharniere hinbekommen?”

Und auch da gibt es leider keine spektakuläre Antwort. Ich habe mir einfach aus Pappe eine Schablone gebaut. 😅 kein Witz.



Darauf habe ich mir die Positionen der Scharniere angezeichnet. So konnte ich die Bohrungen auf alle Türen übertragen. Für mich war das deutlich einfacher, als alles auszumessen. Zum Bohren habe ich einen Scharnierbohrer verwendet. Ohne den wäre das Ganze wahrscheinlich deutlich komplizierter geworden.




8. Seitenblenden und Rückwand

Zum Schluss fehlten eigentlich nur noch die Seiten. Dafür habe ich Deckseiten verwendet. Die habe ich passend zugeschnitten und anschließend am Korpus befestigt.

Dahinter sitzen einfach kleine Holzklötzchen. An diesen konnte ich die Deckseiten festschrauben. Ob das die perfekte Schreinerlösung ist? Keine Ahnung. 😄 für mich klappt es so.


Bei einer Seite musste ich übrigens etwas improvisieren, weil dort eine Steckdose sitzt.

Deshalb kam dort nur ein Holzklotz zum Einsatz. Man muss beim Selberbauen eben manchmal ein bisschen flexibel sein.




Das Endergebnis

Als die letzte Tür montiert war, wusste ich ehrlich gesagt gar nicht, worüber ich mich mehr freuen soll. Darüber, dass alle Türen tatsächlich gepasst haben 😅 oder darüber, dass ich den Platz unter der Schräge endlich sinnvoll nutzen konnte.


Vorher stand da einfach… nichts. Jetzt habe ich dort unglaublich viel Stauraum und der Schrank sieht aus, als wäre er genau für diesen Raum geplant worden.


Zum Schluss habe ich noch eine LED-Beleuchtung unter den unteren Schränken angebracht. Gerade abends macht das nochmal richtig was aus. Wenn ich den Schrank heute so anschaue, würde niemand vermuten, dass darunter einfach IKEA-Wandschränke stecken. Liebe das an solchen IKEA-Hacks.




Würde ich etwas anders machen?

Ja. Eigentlich nur eine Kleinigkeit.


Ich würde die Beleuchtung direkt am Anfang mit einplanen. Das Kabel verschwindet zwar hinter der Blende, aber wenn man schon beim Bau weiß, wo später die LED sitzen soll, kann man das noch sauberer lösen. Ansonsten würde ich den Schrank tatsächlich genauso wieder bauen.


Sogar inklusive METOD-Wandschränken. Die wurden nämlich öfter hinterfragt. Für mich waren sie aber genau die richtige Wahl. Sie sind günstiger als die Unterschränke und haben für diesen Schrank genau die richtige Tiefe. Zudem bestehen sie nichts aus Pappe.



Meine Tipps, wenn ihr den Schrank nachbauen möchtet

Ich glaube, viele trauen sich an so ein Projekt nicht ran, weil sie denken, man müsste dafür Schreiner sein. War ich auch nicht. 😄 Deshalb hier einfach die Dinge, die mir wirklich geholfen haben.


Kauft euch einen Winkelmesser.

Das war wahrscheinlich das Werkzeug, das mir am meisten geholfen hat.

Ohne den hätte ich mir die Schräge deutlich komplizierter vorgestellt.


Kontrolliert lieber einmal mehr.

Gerade beim Zuschneiden der Fronten lohnt es sich wirklich, lieber nochmal nachzumessen. Ich durfte wegen einer Front nochmal zu IKEA fahren. Das muss man nicht unbedingt nachmachen. 😄


Macht euch das Leben einfacher.

Ich habe mir für die Scharniere einfach eine Schablone aus Pappe gebaut. War das die professionellste Lösung? Wahrscheinlich nicht. War sie einfach? Definitiv. Und genau darum geht’s doch am Ende.


Einfach anfangen.

Ich bekomme ganz oft Nachrichten von euch, dass ihr euch an solche Projekte nicht rantraut. Ganz ehrlich? Ich hatte vorher auch noch nie einen Einbauschrank gebaut.

Man muss nicht alles können, bevor man anfängt. Man lernt die meisten Dinge sowieso erst währenddessen. Oder wie ich immer sage: Zur Not wird’s eine Erfahrung.




Die häufigsten Fragen


Wie lange hat der Schrank gedauert?

Insgesamt ungefähr drei Tage.


Hast du alles alleine gebaut?

Ja. Der komplette Schrank ist alleine entstanden.


Welche Fronten hast du verwendet?

HAVSTORP in Beige.


Woraus besteht die Arbeitsplatte?

Das ist tatsächlich keine Arbeitsplatte. Ich habe einfach eine weitere Front auf die passende Länge gekürzt und umgedreht.


Woraus besteht die Rückwand?

Aus einer zugeschnittenen Deckseite. Die habe ich gleichzeitig auch für die Seitenblenden verwendet.


Wie teuer war der Schrank?

Die IKEA-Materialien haben insgesamt 377 € gekostet. Dazu kommen natürlich noch Kleinigkeiten wie Holz oder Schrauben, falls ihr davon nichts zu Hause habt.



Mein Fazit

Ich glaube wirklich, das ist bis heute mein schönstes DIY. Weil dadurch aus einer Ecke, mit der ich vorher überhaupt nichts anfangen konnte, richtig viel Stauraum geworden ist. Und genau solche Projekte lieb ich doch. ✨


Man nutzt den Platz besser, spart im Vergleich zu einer Maßanfertigung jede Menge Geld und hat am Ende trotzdem ein Ergebnis, das aussieht, als wäre es genau so geplant gewesen. 🤩


Falls ihr den IKEA METOD HACK nachbaut oder euch davon inspirieren lasst, schreibt mir unbedingt auf Instagram oder markiert mich in eurer Story. Ich freue mich jedes Mal zu sehen, wenn aus einer Idee wieder ganz viele neue Projekte entstehen. 💜 Der Einbauschrank war nur der Anfang vom Projekt. Im Gäste-WC geht das Makeover gerade weiter. ⚒️ Die nächsten Schritte zeige ich euch auf Instagram. 🙂


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